ANTI-ADVERT-GAMES
Spielende Unternehmens-Kritik
 Bei Marken-Firmen sind Online-Spiele beliebte Werbeträger. Doch auch die Verbraucher sind nicht untätig: Herbe Firmen- und Produktkritik wird mittels "Anti-Advert-Games" im Netz lanciert.
Dass sich die Kommunikations-Möglichkeiten im Netz nicht nur für, sondern auch gegen Unternehmen oder Produkte nutzen lassen, müssen zunehmend mehr Unternehmen erfahren, die im Kreuzfeuer der Verbraucherkritik stehen.
Findige Verbraucher-Gemeinschaften oder auch "Einzelkämpfer" programmieren dabei professionelle Online-Spiele, in die sie die meist nicht zurückhaltende Botschaft ihrer Unternehmenskritik wirkungsvoll integrieren.
 |
Im Trend: Anti-Advert-Games
| Beim Anti-McDonald's-Game etwa geht es zum Beispiel darum, dass man südamerikanische Behörden bestechen muss, um mehr Regenwald für Weideflächen abholzen zu können, den Lohnlevel niedrig zu halten, um die Rendite zu erhöhen oder um mit zweifelhaften Nahrungszusätzen jeglicher Art die Dividenden der Aktionäre zu maximieren.
Meist erlangen diese Games durch Mund-zu-Mund-Propaganda großen Kultstatus und erreichen mit ihrer – aus Verbrauchersicht oftmals berechtigten – Kritik mitunter sehr große Reichweiten.
Veröffentlicht am: 14.05.2006 |